ZAHLEN
Preprint or perish
Wie häufig andere Forschende die eigene Arbeit zitieren, ist noch immer zentral für die Karriere. Doch mit Preprints und Open Access wird das Publikationssystem gerade gehörig umgebaut.

Gerade in der Corona-Krise werden Preprints immer mehr gebraucht. | Illustration: Bodara
250 000
Mal wurde der Preprint-Artikel, der als Erster das neue Coronavirus der Wissenschaftswelt zugänglich machte, vom Online-Repositorium Biorxiv heruntergeladen, bevor er nur 11 Tage später formell publiziert wurde.
1991
eröffnete der Physiker Paul Ginsparg vom Los Alamos National Laboratory das erste Online-Repositorium für Preprints aus der Physik. 2001 wurde es in Arxiv umbenannt und enthält inzwischen auch Artikel zu Mathematik, Informatik, Statistik und quantitativer Biologie.
71%
der Zitierungen in zwei Fachzeitschriften verwiesen im Jahr 2019 auf Artikel in derselben Zeitschrift. Zusammen mit 31 anderen mit abnormalen Zitierungsmustern wurden sie deswegen vom Index-Service ausgeschlossen, der den Impact Factor von Fachpublikationen misst.
9%
der US-amerikanischen Forschungspublikationen stammen von der University of California. Ab 2021 wird diese ihre Forschungsresultate bei Springer Nature standardmässig Open Access publizieren.